Die Kunst der Langsamkeit

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Herbstinspirationen
14.11.2008 14:41 Abgelegt in:
Vorbereitung

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Guy Kawasakis 10-20-30-Regel
11.11.2008 13:11 Abgelegt in:
Struktur

Um seinem Leiden ein Ende zu bereiten, hat sich Guy eine einfache Empfehlung zur Erstellung von Pitches ausgedacht, die 10-20-30-Regel:
- nicht mehr als 10 Folien
- nicht länger als 20 Minuten
- mindestens 30pt-Schriftgröße
Regelmäßige Blog-Leser wissen, dass ich nicht viel von Dogmen halte (übrigens ganz im Vertrauen: was sich auf den ersten Blick radikal anhört, ist es in Wahrheit gar nicht. Eine Folie, die sie mit einer 30pt-Schrift vollschreiben, enthält auch noch ganz schön viel Text.). Was man von dieser Regel letztlich lernen kann, ist in meinen Augen auch gar nicht so sehr eine strenge Präsentationsstruktur, sondern eine Botschaft, die durchaus Allgemeingültigkeit hat: „Überlege dir vorher, was du sagen möchtest, und bringe es - verdammt noch mal - auf den Punkt“.
Genau das macht Guy im folgenden Video an mehreren Beispielen deutlich: Wer mehr als eine Folie braucht, um sein Geschäftsmodell zu beschreiben, hat höchstwahrscheinlich gar keines. Wer zwanzig vollgeschriebene Folien mit 10pt-Schrift braucht, um sein Produkt zu beschreiben, wird nicht nur bei den Investoren, sondern höchstwahrscheinlich auch bei seinen Kunden einen schweren Stand haben zu erklären, warum sie dieses Produkt benötigen.
Links zu dem Thema:
Blog-Artikel
über die 10-20-30-Regel
in
Guy Kawasakis Blog
Präsentation
von
Guy über sein Buch
The Art of the Start
Guys aktuelles Buch
Reality Check
Download-Bereich
von Guys Homepage (u.a. mit Folien einiger seiner
Vorträge)
Was bleibt:
Wesentliches
Der
Treppenhaus-Vortrag
Erfahrung oder Lebensweisheit?
05.11.2008 22:13 Abgelegt in:
Design
Mit Bildern
können Sie die Wirkung Ihrer Präsentation unterstützten, weil Sie
Ihren Zuhörern eine Erinnerungshilfe geben, die sie mit Ihren
Aussagen verbinden können. Das funktioniert aber nur mit den
richtigen Bilder, die zu Ihren Ausführungen passen; Bilder um der
Bilder willen sind dagegen wenig hilfreich. Ein kleines
Beispiel.
Neulich bin ich
über eine Präsentation eines Beratungsunternehmens gestolpert, in
der die große Erfahrung des Unternehmens veranschaulicht werden
sollte. Man entschloss sich, eine ältere Frau zu zeigen, um
gewissermaßen die „Weisheit des Alters“ als Symbol für Erfahrung
sprechen zu lassen. Eine eher unglückliche Wahl, denn so recht mag
dieses Bild die Kompetenz eines seriösen Unternehmens nicht
verkörpern. Eher denkt man hier vielleicht an eine
Hilfsorganisation, die über ihre Arbeit
berichtet.
Schlagkräftiger
für das Beratungsunternehmen wäre eher ein gestandener Unternehmer,
dessen Erfahrenheit man aus seinem festen Blick und seinem sicheren
Auftreten erahnen kann, und das so Vertrauen in die Kompetenz
weckt. Außerdem würde ich das Bild nicht als kleines umrahmtes
Element auf die Folie setzen, sondern großflächig auf die gesamte
Folie ziehen.
Dieses Bild würde natürlich wiederum nicht weiterhelfen, wenn Sie eine Kindertagesstätte sind und Werbung für Ihre erfahrenen Erzieherinnen machen wollen; oder wenn Sie ein Handwerksbetrieb sind und Werbung mit Ihrem erfahrenen Schreinermeister machen.
Links zu dem Thema
Zahlen oder Bilder
stock.xchng – kostenlose Bilddatenbank, viele (aber nicht nur) gute Bilder
iStockphoto – preisgünstige Bilder, sehr gute Qualität, sehr gut sortiert und verschlagwortet


Dieses Bild würde natürlich wiederum nicht weiterhelfen, wenn Sie eine Kindertagesstätte sind und Werbung für Ihre erfahrenen Erzieherinnen machen wollen; oder wenn Sie ein Handwerksbetrieb sind und Werbung mit Ihrem erfahrenen Schreinermeister machen.
Links zu dem Thema
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iStockphoto – preisgünstige Bilder, sehr gute Qualität, sehr gut sortiert und verschlagwortet
Zitrone des Monats November 2008
03.11.2008 21:26 Abgelegt in:
Design


Und auf jeder Folie beginnt die Suche von Neuem, das Feld mit der Besucher-Statistik springt hin und her, ist mal größer, mal kleiner und spielt auf diese Weise ein lustiges such-mich-Spiel. Nicht einmal die Überschriften sind konsistent – und sind damit gewissermaßen ein Sinnbild für die Kopflosigkeit dieser Folien. Was AOL hier zeigt, ist AbsolutOrdnungsLos und damit eine verdiente Zitrone des Monats.
Third Anniversary Weblogs Inc _ AOL
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Na klar, dass Geschichten berühren, dass konkrete Bespiele greifbarer sind als Allgemeinplätze, dass Zitate glaubwürdiger sind als Selbstbekundungen, all das war auch vorher schon bekannt. Aber so konsequent umgesetzt habe ich es selten gesehen. Wie weit entfernt ist das von den typischen Sprüchen („wir dürfen uns jetzt nicht verzetteln“, „wir liefern Ideen statt leerer Versprechen“), die uns in den meisten Wahlkämpfen so langweilen.

Wie fundiert und glaubwürdig Obamas Aussagen letztlich sind, vermag ich nicht zu beurteilen (und muss es ja auch gar nicht). Aus Präsentationssicht ist es jedoch ein glänzendes Beispiel für die Wirkung einer emotionalen Ansprache, für das Einfühlungsvermögen, das man mit Geschichten auslöst und für die Prägnanz konkreter Aussagen. Inspirierend!
Links zu dem
Thema
Offizielle Webseite von Obama
– selbst ein gutes Beispiel klarer Kommunikation
Kommentare auf
der YouTube-Seite des Videos
Was bleibt – Obamas Video ist eine perfekte Umsetzung der
sechs Prinzipien aus dem Buch







