Wo kommt eigentlich das ganze Zeug her?
30.05.2008 14:52 Abgelegt in:
Präsentation
Ein Video über den modernen Konsumrausch macht seit einiger Zeit
einen ziemlichen Wirbel im Internet: The Story of Stuff von Annie
Leonard. Unabhängig davon, ob Sie in der Sache zustimmen oder
nicht, zeigt das Video, wie man mit extrem einfachen Mitteln in
einer Präsentation eine enorm große Wirkung erzielen kann. Am
besten sehen Sie sich das Video einmal an,
bevor Sie weiterlesen (dauert ca. 20 min).
Das Tempo ist ziemlich hoch. Trotzdem kann man sehr gut folgen und mit ziemlicher Sicherheit können Sie nachher die Kernaussagen auch wiederholen. Wie gelingt das?
Vor allem hat Annie Leonard eine klare Botschaft, nicht nur für die Präsentation als Ganzes ("You cannot run a linear system on a finite planet"), sondern auch für jeden einzelnen Teil der Präsentation (z.B. "toxics in, toxics out"). Die gesamte Geschichte entwickelt sie an diesem einfachen Diagramm:
Besonders wirkungsvoll ist auch, wie Leonard ihre Statistiken und
Fakten durch konkrete Beispiele veranschaulicht, etwa den
Tagesablauf eines typischen Amerikaners, die vergifteten Kissen,
auf die man seinen Kopf jede Nacht bettet oder die Mutter, die ihr
Kind vergiftet, weil Muttermilch zu den am stärksten mit
Chemikalien belasteten Nahrungsmitteln zählt.
Die Zahlen selbst haben nur die Aufgabe, die Glaubwürdigkeit ihrer
Aussagen zu untermauern. Die eigentliche Botschaft transportiert
Leonard aber über diese alltäglichen Beispiele. Und durch die
einfachen Zeichnungen bekommt die Präsentation einen fast schon
niedlichen Charme, der im Kontrast zu den drastischen Aussagen
seine Wirkung nicht verfehlt.
Falls das für Sie alles sehr nach den sechs Prinzipien der Heath-Brüder aus ihrem Buch Was bleibt? klingt, dann liegen Sie damit nicht falsch. "The Story of Stuff" ist eine geradezu schulbuchmäßige Umsetzung dieser Prinzipien. Klar, Annie Leonard formuliert bewusst überspitzt und einige Fakten werden dabei wohl etwas gedehnt. Bilden Sie sich daher inhaltlich Ihre eigene Meinung, aber von der Art der Präsentation kann man in jedem Fall einiges lernen.
Links zu dem Thema
Kritische Analyse des Videos
Artikel bei Presentation Zen
Das Tempo ist ziemlich hoch. Trotzdem kann man sehr gut folgen und mit ziemlicher Sicherheit können Sie nachher die Kernaussagen auch wiederholen. Wie gelingt das?
Vor allem hat Annie Leonard eine klare Botschaft, nicht nur für die Präsentation als Ganzes ("You cannot run a linear system on a finite planet"), sondern auch für jeden einzelnen Teil der Präsentation (z.B. "toxics in, toxics out"). Die gesamte Geschichte entwickelt sie an diesem einfachen Diagramm:

Das Diagram symbolisiert die
Verarbeitungskette ("linear system") Förderung, Produktion,
Vertrieb, Konsum und Entsorgung, die ein Produkt durchlebt. Es
zeigt das "Big Picture", das jederzeit als Orientierungshilfe die
einzelnen Details einzuordnen hilft. Die Einfachheit der
Sprache und der Bilder erlaubt dazu eine enorme Informationsdichte,
die in einem typischen PowerPoint-Vortrag mit Bullet-Points jeden
Zuhörer überfordern würde.


Falls das für Sie alles sehr nach den sechs Prinzipien der Heath-Brüder aus ihrem Buch Was bleibt? klingt, dann liegen Sie damit nicht falsch. "The Story of Stuff" ist eine geradezu schulbuchmäßige Umsetzung dieser Prinzipien. Klar, Annie Leonard formuliert bewusst überspitzt und einige Fakten werden dabei wohl etwas gedehnt. Bilden Sie sich daher inhaltlich Ihre eigene Meinung, aber von der Art der Präsentation kann man in jedem Fall einiges lernen.
Links zu dem Thema
Kritische Analyse des Videos
Artikel bei Presentation Zen








