Auf der Autobahn

Eine Situation, in der ich wirklich nicht stecken möchte. Dichter Freitagabendverkehr, hungrige und müde Kinder, es regnet und ist kalt. Weder möchte ich jetzt eine Stunde auf den ADAC warten, noch klingt es verlockend, den Kofferraum auszuräumen, um an das Ersatzrad zu kommen.
Eigentlich eine prima Geschichte, wenn man über die Vorzüge und Notwendigkeit moderner Alternativen zu Ersatzreifen, wie z.B. selbsttragende Reifen vorträgt. Wie man die Wirkung dieser Geschichte aber gegen die Wand fährt, zeigt diese Folie, die mal wieder das Verständnis der Zuhörer durch Hervoheben der Schlüsselbegriffe „unterstützen“ möchte. Eine erheblich größere Wirkung hätte der Vortragende erzielt, wenn er seine Geschichte einfach erzählt hätte, vielleicht unterstützt durch ein Bild wie das obige.
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Ferner lerne ich in dem Ratgeber, dass
ich Schlüsselbegriffe hervorheben soll, aber bitte nicht mehr als 5
Schlüsselwörter pro Folie. Außerdem sei Schriftgröße 20-24pt
optimal; so erhalte man durchschnittlich 5-7 Zeilen pro Folie. Gut,
mache ich:


Und schon bin ich wieder gefangen in
Textfolien. Jede Spannung und jeder emotionale Zugang wird durch
diese Folien gleich im Keim erstickt. Man spürt die Langeweile
regelrecht. Können Sie sich vorstellen, einen Film, der auf diese
Weise Ihr Verständnis „unterstützt,“ 90 Minuten lang
anzuschauen?
Einem guten Film können Sie folgen, weil er einen roten Faden hat.
Sie können sich an die Schlüsselszenen erinnern, weil Sie gespannt
waren, zu erfahren, was passiert. Diese Spannung erzeugen Sie
nicht, indem Sie Ihre Folien nach diesen Ratgeber-Empfehlungen
gestalten, sondern indem Sie einen roten Faden legen. Na klar, wer
zuvor völliges Chaos produziert, dem mögen diese Empfehlungen
helfen, ein bisschen Ordnung in seine Präsentation zu bekommen. Wer
aber sein Thema beherrscht, der sollte sich besseres
vornehmen.
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