schlechtes Beispiel
Zwei Perlen aus dem amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf
25.06.2008 15:51 Abgelegt in:
Präsentation
Dass der amerikanische Wahlkamp vor
allem auch Show und Entertainment ist, daran haben wir uns
mittlerweile gewöhnt. Ein wahres Feuerwerk brennt Rick Davis, der
Chef-Wahlkämpfer von John
McCain, in einer
Präsentation über McCains Wahlkampfstrategie ab. Ich habe sie
nicht gezählt, aber Davis gehen bis zum Schluss die
Animationseffekte nicht aus. Da öffnen sich Türen, fliegen Kometen
über den Bildschirm, es explodieren Folien, funkeln Sterne und
vieles mehr. Dass die Präsentationssoftware (Keynote) all das
beherrscht, heißt aber noch lange nicht, dass man alles auch in
einer Präsentation unterbringen muss. Erstaunlich, dass man vor
lauter Effekten überhaupt noch etwas von der Präsentation
mitbekommt:




Das andere Extrem zeigt uns David
Plouffe, Chef-Wahlkämpfer von Barack
Obama in seiner
Kampagnenpräsentation für die Vorwahlkämpfe; klassische
Death-by-PowerPoint-Folien mit überfüllten Textfolien,
unübersichtlichen Diagrammen und einem viel zu aufdringlichen
Folienhintergrund. Unklar bleibt, wie Plouffe es geschafft hat,
seine offenbar erfolgreiche Botschaft dennoch in die Köpfe seiner
Helfer zu bekommen.


Ich bin gespannt, wann hierzulande die
ersten Kanzlerkandidaten ihre PowerPoint-Präsentationen
auspacken.
[gefunden im Extreme
Presentation Blog]
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Kennedy und die Folien
09.06.2008 17:34 Abgelegt in:
Design

Der Auslöser meiner Frage ist eine Präsentation, auf die Timo Off von Geistesblitz mich aufmerksam gemacht hat. Die Präsentation dient Lehrern als Auftakt einer Unterrichtsreihe über die Antrittsrede von John F. Kennedy und ist auf der Webseite lehrer-online verfügbar. Es ist schon fast ironisch, dass diese uninspirierte Präsentation ausgerechnet Kennedys großartige Rede behandelt, der damals ja ganz ohne Folien auskam. Lesen Sie mehr...
Such das Logo
05.06.2008 11:37 Abgelegt in:
Design

Die Spielregeln:
- Schreiben Sie möglichst viel Text auf Ihre Folien.
- Ist die Folie dann noch nicht voll genug, machen Sie die Schrift fett und vergrößern Sie den Zeilenabstand.
- Finden Sie auf der vollen Folie eine freie Stelle, an der kein Text steht.
- Platzieren Sie Ihr Logo an diese freie Stelle, wenn mögliche auch in wechselnden Größen.
- Für Fortgeschrittene: Verwenden Sie eine möglichst geringe Auflösung für Ihr Logo. Dadurch ist es schwerer zu entdecken.
- Bitten Sie Ihre Zuhörer, während des Vortrags das Logo zu suchen.
Es lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob es überhaupt sinnvoll ist, jede Folie mit dem eigenen Logo zu schmücken. Ganz sicher unstrittig ist jedoch, dass dieses Wechsel- und Verwirrspiel völlig ungeeignet und aufdringlich wirkt. Folien sind dazu da, das Verständnis der Zuhörer zu unterstützen und nicht zur Ablenkung, indem ständig irgendjemand aus einer anderen Ecke der Folie ruft: „Schaut her, das bin ich.“ Eine verdiente Zitrone des Monats.
Verwandte Artikel:
Zitrone des Monats Mai 2008
Zitrone des Monats April 2008
Der Sinn einer Gliederung
Hauptsache schrill
14.04.2008 14:02 Abgelegt in:
Visualisierung

Das größte Problem ist die nicht maßstabsgetreue Repräsentation der Kästen. Besonders auffällig ist, dass die Höhen nicht proportional zu den Zahlenwerten sind. Wenn man etwas genauer hinsieht, erkennt man darüber hinaus, dass die Breiten der Kästen nicht gleich sind. Das Diagramm sorgt dadurch eher für Verwirrung als für ein leichteres Verständnis.
Das schrille Layout hilft auch nicht gerade weiter und hat selbst eine ganze Reihe von Problemen: Zunächst bleibt unklar, warum die positiven Faktoren "sales growth" und "cost reduction" übereinander, die negativen Faktoren aber nebeneinander stehen. Ferner sind die Tabellen, die die Kostenreduzierungen erläutern, trotz der Pfeile schwer zuzuordnen. Und schließlich gibt es wieder eine Reihe liebloser Anfängerfehler mit den Schriftgrößen, der Anordnung der Objekte und noch einiges mehr.
Wie immer liefere ich einen Vorschlag, wie es besser gehen könnte. Als offensichtlichste Änderung habe ich die Einflussfaktoren als Pfeile und nicht als Kästen gezeichnet. Auf die schrille Farbgebung habe ich verzichtet. Dafür sind die Schrittweiten jetzt proportional zu den entsprechenden Zahlenwerten. Schließlich habe ich die Tabellen direkt neben die entsprechenden Kategorien angeordnet.

Nachtrag: Einfaches aus Sicht der EU
19.03.2008 11:21 Abgelegt in:
Struktur









