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PowerPoint-Präsentationen sind allgegenwärtig, überzeugende Präsentationen leider nicht. Dieser Blog gibt Tipps zum Bessermachen.
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Dr. Michael Gerharz ist Coach und Trainer für überzeugende Präsentationen. Seine Homepage finden Sie unter michaelgerharz.com.
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Zitrone des Monats Oktober 2008

Zitrone des Monats
Der Mann ist lässig: „Ich habe gestern abend 30 Minuten Pac-Man gespielt, als ich mich eigentlich auf die Präsentation hätte vorbereiten sollen“. Vielleicht aber hätte Cole Brodman, Chef-Entwickler von T-Mobile USA, sich doch noch einmal mit der Präsentation des Google-Handys G1 beschäftigen sollen, die er zusammen mit je einem Vertreter der Deutschen Telekom, Google und HTC absolvierte. Was die vier nämlich ablieferten, war an Langeweile kaum noch zu überbieten (Video).

Die Vertreter von T-Mobile, Google, und HTC bei der Präsentation des Google-Handys
Am wichtigsten war allen vier Rednern nicht das neue Produkt, sondern die Selbstbeweihräucherung mit vielfachem Lob der tollen Zusammenarbeit. Fast eine Viertelstunde dauerte es denn auch, bis überhaupt einmal etwas konkretes über das G1-Handy gesagt wurde, dann aber nicht durch die Protagonisten, sondern in Form eines eingespielten Videos – trotzdem Grund genug, sich erst einmal ausgiebig mit vor Stolz geschwellter Brust fotografieren zu lassen.

Die Antwort auf die Frage, was das Google-Handy eigentlich begehrenswert macht, blieben die vier übrigens auch schuldig. Lediglich Allgemeinplätze gab es in Mengen; mein Favorit: „Wir bringen das Internet und das Mobiltelefon zusammen“, was bald zwei Jahre nach der Vorstellung des iPhones einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Sehr sehenswert ist übrigens, wie gründlich die Frage-Antwort-Runde in die Hose ging. Na klar, alle Beteiligten beantworten die Fragen souverän. Allerdings sind es Antworten auf die unangenehmen Fragen nach allem, was vielleicht (noch) nicht so toll ist und was dem Google-Handy fehlt. Vielleicht hätten die vier einmal einen Blick in Nick Morgans hervorragendes Buch Give Your Speech, Change the World werfen sollen. Darin vertritt Morgan nämlich die These, dass Frage-Antwort-Runden bei einer Präsentation überhaupt nichts verloren haben (eben weil man dadurch das Ruder aus der Hand gibt).

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Zitrone des Monats August 2008

Zitrone des Monats August 2008: Vodafone
Stellvertretend für Tausende von Präsentationen, in denen Unternehmen Ihre Zuhörer mit belanglosen Details über sich selbst langweilen, geht die Zitrone des Monats im August an Vodafone. Besonders irritierend an dieser Präsentation finde ich Folie 3 (siehe Ausschnitt unten), die die Meilensteine der Firmengeschichte aufzählt.

Vodafone Unternehmensgeschichte mit Siegerpokal
Nicht nur, dass diese Unmenge an Details über das Unternehmen völlig überflüssig ist; Vodafone selbst ist offenbar so stolz darauf, dass sie gleich einmal einen Siegerpokal daneben gesetzt haben. Auf der vorigen Folie 2 wurde bereits mit der Markenvielfalt von Vodafone geprahlt (s.u.). Ob bewusst oder unbewusst zeugt diese Art der Unternehmensdarstellung von einer völlig falschen Perspektive. Hier nimmt sich jemand selbst zu wichtig.

Unternehmensporträt Vodafone: weltweite Markenpräsenz
Der Punkt ist aber: bei einem guten Vortrag geht es gar nicht um den Vortragenden, sondern um die Zuhörer. Und wenn die Unternehmensgeschichte für die Zuhörer nicht relevant ist, dann gehört sie auch nicht in die Präsentation; egal ob das jeder so macht oder ob gar ihr Chef das so macht; auch egal ob es diese Folien fertig im standardmäßigen Unternehmensporträt gibt (Wieso machen eigentlich heute so viele Unternehmen Ihr Porträt in PowerPoint und nicht als ordentliche Broschüre?).

Wenn Sie etwas wichtiges zu sagen haben, dann verwenden Sie die wertvolle Zeit von Ihnen und Ihren Zuhörern lieber darauf, Ihre Ideen überzeugend zu präsentieren und verschwenden Sie sie nicht durch langweilige Unternehmensporträts.

Links zu dem Thema:
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Die 1-7-7-Regel für PowerPoint-Folien

Die 1-7-7-Regel für PowerPoint-Folien: Häufig empfohlene Regel für übersichtliche Folien: Immer nur ein Gedanke pro Folie, Sieben Punkte/Folie, sieben Wörter/Zeile. Diese Folie folgt der 1-7-7-Regel. Haben Sie schon einmal einen Vortrag gehört, der aus solchen Folien bestand? Wie fanden Sie denn das?
langweilig - über die 1-7-7-Regel eingeschlafen
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