Heath
Was bleibt: Einfaches
17.03.2008 11:24 Abgelegt in:
Botschaft
Damit die Zuhörer bei einer
Präsentation etwas mit nach Hause nehmen, muss die Botschaft
möglichst einfach verpackt werden. Das ist eines der 6 Prinzipien
des Buches
Was bleibt, das ich letzte Woche
besprochen habe, und die Basis, auf der die anderen 5
Prinzipien aufbauen. Die Kernaussage der Autoren, Chip und Dan
Heath, dazu ist:
Das hört sich leicht an, ist aber in der Praxis doch meist eine harte Nuss. Kern des Problems ist das, was die Heath-Brüder Was bleibt den "Fluch des Wissens" nennen. Als Vortragender ist man normalerweise Experte für sein Thema, man ist sozusagen Wissender. Als Experte aber hält man nicht selten vieles für wichtig, was für ein erstes Verständnis absolut unwichtig ist. Wenn aber alles wichtig ist, dann ist nichts wichtig. Dann muss man Prioritäten setzen, um den Zuhörern eine Chance zu geben, die Idee zu verstehen. Denn nur dann haben sie auch eine Chance, die Idee auch zu behalten.Einfache Botschaften sind auf den Kern reduziert und kompakt.


Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig! Ideen sind erst
dann einfach, wenn sie auf das Wesentliche reduziert
werden.
Das heißt andererseits natürlich nicht,
dass jede Idee auch von jedem Zuhörer verstanden werden muss. Es
geht nicht darum, Ideen zu banalisieren, Quantenphysik erfordert
eben spezielle Kenntnisse. Aber auch Quantenphysik kann man
kompliziert oder einfach formulieren und trotzdem exakt
bleiben.
Links zu verwandten Artikeln:
Buchempfehlung:
"Was bleibt" von Chip und Dan Heath
18 Minuten für die großartigsten Ideen dieser Welt
In
sechs Wörtern zum Punkt kommen
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Buchempfehlung: "Was bleibt" von Chip und Dan Heath
14.03.2008 09:34 Abgelegt in:
Botschaft

Worum geht es? Der Erfolg einer Präsentation lässt sich im Grunde an einer einfachen Frage fest machen: "Was ist bei den Zuhörern hängen geblieben?" Dass die meisten Präsentationen an diesem Kriterium scheitern, können Sie selbst testen: Wenn Sie sich an die letzten zehn Präsentationen erinnern, die Sie gehört haben, wie viel haben Sie davon mit nach Hause genommen? Woran aber liegt es, dass manche Ideen so gut hängen bleiben, die allermeisten jedoch nicht?
Dieser Frage gehen Chip und Dan Heath in "Was bleibt" nach. Gefunden haben Sie 6 Prinzipien, die Sie in zahlreichen "hängen gebliebenen" Ideen entdeckt haben. Im Englischen ergeben diese Prinzipien ein schönes Akronym: SUCCESs (simple, unexpected, concrete, credible, emotional, stories). Die deutsche Übersetzung gibt das leider nicht her (einfach, unerwartet, konkret, glaubwürdig, emotional, Geschichten).
Sehr fundiert erläutern die Autoren, der eine ist Psychologie-Professor an der Stanford-Universität, der andere Gründer des Lehrvideoverlags Thinkwell, diese Prinzipien. Selten habe ich ein Buch gelesen, das seinen Inhalt so anschaulich und dadurch greifbar macht. Das Buch ist gespickt mit Beispielen (Geschichten), die das Gesagte konkret machen. Es ist einfach geschrieben, eine ganze Reihe von Beispielen ruft Emotionen hervor, die das Gesagte noch anschaulicher machen. Und es ist voll mit unerwarteten Erkenntnissen. Erkennen Sie die 6 Prinzipien? Konsequent sind sie in dem Buch umgesetzt. Als einziger Wermutstropfen bleibt, dass ausgerechnet die "Ideenkliniken", eine Art Vorher-Nachher-Analysen, nicht immer so recht überzeugen.
Das Buch ist kein Präsentationsbuch im engeren Sinne, es ist auch kein Marketingbuch, wie es der deutsche Untertitel suggeriert. Es ist einfach ein guter Ratgeber für alle, die Ideen haben und damit nicht im stillen Kämmerlein bleiben wollen. Wenn diese Ideen hängen bleiben sollen, sollten Sie "Was bleibt" von Chip und Dan Heath lesen. [Trotz der passablen deutschen Übersetzung möchte ich auch auf das englische Original, Made to Stick*, hinweisen, das mir persönlich noch besser gefällt.]
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