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Abstimmen: slideshare-Wettbewerb
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PowerPoint-Präsentationen sind allgegenwärtig, überzeugende Präsentationen leider nicht. Dieser Blog gibt Tipps zum Bessermachen.
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Dr. Michael Gerharz ist Coach und Trainer für überzeugende Präsentationen. Seine Homepage finden Sie unter michaelgerharz.com.
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PowerPoint als Sport

PowerPoint ist offenbar so allgegenwärtig, dass es sich als eigene Sportart etabliert, in der es mindestens drei Disziplinen gibt:

Logo der Pecha-Kucha-Bewegung
Pecha-Kucha ist ein mittlerweile globales Phänomen, dass seinen Ursprung 2003 in Japan hatte. Jede Pecha-Kucha-Präsentation besteht aus exakt 20 Folien, die jeweils für exakt 20 Sekunden gezeigt werden und danach automatisch zur nächsten Folie wechseln. Eine Pecha-Kucha-Präsentation ist daher exakt 6:40 Minuten lang. Für ausufernde, langatmige Präsentationen ist damit einfach keine Zeit. Pecha-Kucha-Veranstaltungen gibt es weltweit, auch in vielen deutschen Städten. Ein Besuch einer dieser Veranstaltungen steht definitiv auf der Liste der Dinge, die ich in nächster Zeit unbedingt tun möchte.

Logo für Ignite Portland
Ignite ist letztlich eine Abwandlung von Pecha-Kucha, die in Portland erfunden wurde. Es gibt im Wesentlichen zwei Unterschiede. Erstens wird jede der 20 Folien nur für 15 Sekunden gezeigt, so dass insgesamt nur fünf Minuten zur Verfügung stehen. Zweitens wird das Publikum explizit aufgefordert, seine Meinung zum Vortrag durch Klatschen, Lachen, aber auch Buh-Rufe zu äußern. Daher lautet auch die Empfehlung der Veranstalter: Jedes Thema ist erlaubt, solange es interessant ist („It better be interesting“).

Logo für PowerPoint-Karaoke
Bei PowerPoint-Karaoke hält der Vortragende einen spontanen Vortrag zu Folien, die er während der Präsentation zum ersten Mal sieht (die er also nicht selbst auswählt). Dabei kann es sich um Folien handeln, die im Internet gefunden wurden, oder auch um reine Nonsens-Folien. Erfunden wurde PowerPoint-Karaoke 2006 in Berlin. Es geht vor allem um Spaß und Unterhaltung, für den Vortragenden ist es dabei aber gleichzeitig eine gute Improvisationsübung.

Links zu dem Thema:
Pecha-Kucha-Homepage, Informationen zu weltweiten Veranstatlungen
Pecha-Kucha-Präsentation von Daniel Pink
Pecha-Kucha-Videos auf YouTube
How to Buy a New Car – Ignite-Präsentation von Bob Gruhl
Ignite-Präsentationen aus Portland
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The Phones Start Talking

Würden Sie das unterschreiben: manche Themen sind einfach so kompliziert, die kann man einem Laien in einer kurzen Präsentation nicht näher bringen.

Ich würd’s nicht unterschreiben, sondern versuche stattdessen, Ihnen einen kurzen Einblick in mein Promotionsthema zu geben, das im Detail zumindest so kompliziert ist, dass es mich einige Jahre beschäftigt hat. Fragt man Wikipedia, was ein Ad-hoc-Netz ist, so lernt man, es sei ein Funknetz, das zwei oder mehr Endgeräte zu einem vermaschten Netz verbindet, um darüber Daten von Netzknoten zu Netzknoten weiter zu reichen. Aha. Nicht klar wozu das gut sein soll?

Ich versuch’s mal anders, nämlich mit einer kleinen Präsentation:


Warum ich Ihnen das erzähle? Weil das mein Beitrag zum diesjährigen slideshare-Wettbewerb ist und wenn er Ihnen gefällt, dann geben Sie mir Ihre Stimme.

Links zu dem Thema:

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TED Top 10

Jedes Jahr lädt die TED-Konferenz herausragende Persönlichkeiten ein, den Vortrag ihres Lebens zu halten. Ich habe schon öfter darüber berichtet. Man kann es nur als Glücksfall bezeichnen, dass die Organisatoren seit zwei Jahren viele der Vorträge als Video online verfügbar machen, und zwar unter einer sehr großzügigen Creative-Commons-Lizenz.

Letzte Woche haben die Veranstalter verkündet, dass seit Beginn dieses Angebots über 50 Millionen Videos angesehen wurden. Dieses Jubiläum nahmen sie zum Anlass, die Liste der zehn meistgesehenen Videos zu veröffentlichen. Die Top 3 sind:
  1. Jill Bolte Taylor – My stroke of insight
  2. Jeff Han – Touchscreen demo
  3. David Gallo – Underwater astonishments
In diesem Video sind die Highlights der Top 10 zusammengefasst:


Nachdem ich das erstplatzierte Video von Jill Bolte Taylor bereits hier vorgestellt habe, möchte ich Sie stattdessen noch einmal auf einen weiteren meiner Favoriten hinweisen, die großartige Präsentation des schwedischen Professors Hans Rosling, die auf Platz 7 in der Liste steht. Ich wette, Sie haben noch nie zuvor Statistiken so aufregend präsentiert gesehen (außer Sie kennen das Video schon). Im Stil eines Sport-Reporters führt Rosling sein Publikum durch die Entwicklung der weltweiten Gesundheitstatistiken. Absolut atemberaubend:


Links zu dem Thema:
Homepage von TED
TEDBlog, indem auch alle neu eingestellten Videos angekündigt werden

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Zwei Perlen aus dem amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf

Dass der amerikanische Wahlkamp vor allem auch Show und Entertainment ist, daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Ein wahres Feuerwerk brennt Rick Davis, der Chef-Wahlkämpfer von John McCain, in einer Präsentation über McCains Wahlkampfstrategie ab. Ich habe sie nicht gezählt, aber Davis gehen bis zum Schluss die Animationseffekte nicht aus. Da öffnen sich Türen, fliegen Kometen über den Bildschirm, es explodieren Folien, funkeln Sterne und vieles mehr. Dass die Präsentationssoftware (Keynote) all das beherrscht, heißt aber noch lange nicht, dass man alles auch in einer Präsentation unterbringen muss. Erstaunlich, dass man vor lauter Effekten überhaupt noch etwas von der Präsentation mitbekommt:

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Das andere Extrem zeigt uns David Plouffe, Chef-Wahlkämpfer von Barack Obama in seiner Kampagnenpräsentation für die Vorwahlkämpfe; klassische Death-by-PowerPoint-Folien mit überfüllten Textfolien, unübersichtlichen Diagrammen und einem viel zu aufdringlichen Folienhintergrund. Unklar bleibt, wie Plouffe es geschafft hat, seine offenbar erfolgreiche Botschaft dennoch in die Köpfe seiner Helfer zu bekommen.

Pasted Graphic 14Pasted Graphic 17

Ich bin gespannt, wann hierzulande die ersten Kanzlerkandidaten ihre PowerPoint-Präsentationen auspacken.

[gefunden im Extreme Presentation Blog]

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Wo kommt eigentlich das ganze Zeug her?

Logo von
Ein Video über den modernen Konsumrausch macht seit einiger Zeit einen ziemlichen Wirbel im Internet: The Story of Stuff von Annie Leonard. Unabhängig davon, ob Sie in der Sache zustimmen oder nicht, zeigt das Video, wie man mit extrem einfachen Mitteln in einer Präsentation eine enorm große Wirkung erzielen kann. Am besten sehen Sie sich das Video einmal an, bevor Sie weiterlesen (dauert ca. 20 min). Lesen Sie mehr...
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Pop oder Flop?

Bühne während eines Vortrags auf der Next-Web-Konferenz 2008
Quizfrage: Aus welcher Veranstaltung stammt dieses Bild?

1. Eurovision Song Contest
2. ZDF-Hitparade
3. Next-Web, eine europäische Konferenz über die Zukunft des Internets

Richtig, aus der Next-Web-Konferenz.

Glauben Sie nicht? Wie würden Sie denn die Bühne gestalten, wenn Sie eine Konferenz organisieren müssten? Rücken Sie etwa die Vorträge in den Mittelpunkt und verzichten auf alles, was von den Vorträgen ablenken könnte? Was sollen denn da die Leute denken, schließlich organisieren Sie eine High-Tech-Veranstaltung. Da müssen Sie natürlich zeigen, dass Sie hip sind. Und die Medien sind ja schließlich auch da. Also: Inszenieren Sie eine Lightshow, bei der selbst Dieter Thomas Heck vor Neid erblasst, und lassen Sie diese während der Vorträge ständig laufen. So wird dem Publikum garantiert nicht langweilig (hypnotische Zustände allerdings nicht ausgeschlossen).

Logo der Next-Web-Konferenz
Klar, die Next-Web-Konferenz gibt sich insgesamt einen ziemlich poppigen Anstrich und vermarktet sich selbst als Show-Event. Aber während der Vorträge haben die Veranstalter den Bogen doch etwas überspannt. Bei der Verkündung von Länderpunkten mag solch eine Bühnendekoration ja vielleicht noch einen gewissen Reiz haben, während eines Vortrags aber sicher nicht. Wer sich das Ganze einmal anschauen möchte, folge einfach diesem Link.

Links zu diesem Thema:
Next-Web-Konferenz
Videos von Vorträgen der Next-Web-Konferenz
Seth Godin über den neuen Standard für Meetings und Konferenzen
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Vom Winde verweht

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Es gibt sie noch, die gute alte Textfolie, und zwar kraftvoller und überzeugender denn je. Zwei randvoll gefüllte Tage mit echten Prachtexemplaren lieferte uns nämlich die Koordinierungsstelle Windenergie mit ihren Konferenzen zu Windenergie und Netzintegration und zur Auswirkung der Windenergie auf Vögel und Fledermäuse, die im vergangenen Monat in Berlin stattfanden. Lesen Sie mehr...
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Achtung, jetzt kommt ein Cartoon

Die schweizerische Unternehmensberatung Hichert+Partner hat eine Reihe von Cartoons veröffentlicht, die sehr anschaulich die größten Probleme vieler PowerPoint-Präsentationen darstellen. Hichert ist spezialisiert auf die Kommunikation von Managementberichten zwischen Controllern und Managern, aber die Cartoons enthalten auch für andere Arten der Präsentation viel Weisheit.

Mein persönlicher Favorit ist "Casablanca", das die üblichen PowerPoint-Templates, die in Unternehmen so verbreitet sind, auf den Filmklassiker Casablanca anwendet. Wie viel Emotion bliebe wohl noch übrig, wenn von der Projektionsfläche erst einmal der ganze dekorative Rand abginge und ständig das übergroße Logo über dem Film prangerte? Fehlt nur noch die Überschrift für jede Szene; wie wäre es z.B. mit der aussagekräftigen Überschrift "Die Schlüsselszene"? Übrigens: beim Fernsehen ist das gar nicht mal so weit her geholt, denn hier müssen wir mittlerweile ständig die Senderlogos ertragen; von CNN-Nachrichten will ich gar nicht erst sprechen.

Auf der Webseite sind noch viele weitere, sehr gelungene Beispiele zu finden. Eine kleine Anregung: Wer seinen Mitmenschen auch einmal halbwegs dezent sagen möchte, dass seine Präsentationen verbesserungswürdig sind, bisher aber noch nicht wusste wie, kann ja einmal darüber nachdenken, einen der Cartoons in Form einer Postkarte zu verschicken oder das Poster an seine Bürotür zu hängen.

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Eine Cola mit Zitrone

Zitrone des Monats
Der Jahreswechsel ist die Zeit der Rückschau und der Planung für das nächste Jahr. Das gilt natürlich auch für die Finanzplanung großer Konzerne. Eine wunderbare Gelegenheit, Investoren und Analysten einen positiven Eindruck vom eigenen Unternehmen zu geben und das Vertrauen in die Investition zu stärken, umso mehr wenn die Zahlen selbst bereits glänzen.

Wie man solch eine Gelegenheit aber auch richtig vergeigen kann, zeigt der Coca-Cola-Abfüller Coca-Cola West aus West-Japan mit seiner Präsentation der Ergebnisse für 2007.
Beispielfolie 1
Beispielfolie 2Beispielfolie 3
Die Beispiele sehen nicht nur billig aus, sie sind auch offenbar mit wenig Sorgfalt vorbereitet worden. Das Layout ächzt an allen Ecken und Kanten durch Anfängerfehler (z.B. Überlappungen und Inkonsistenzen), auch Rechtschreibfehler schleichen sich ein (z.B. "Coca-Cole"). Das Foliendesign schreit einen geradezu an mit seinen schrillen Farben. Die unendlich vielen Farbverläufe wirken nicht nur verspielt, sondern wecken einen unseriösen Eindruck. Die Folien sind hoffnungslos überfüllt mit Details, so dass die Kernaussagen völlig im Rauschen untergehen. So geht es übrigens 75 Folien lang zu (fairerweise: bei Folie 50 beginnt das Referenzmaterial). Ein Leser des Blogs Presentation Zen schreibt dazu in den Kommentaren: "Seems that coca is still a major ingredient of their sugared beverages."

Übrigens läuft auch der Einwand ins Leere, das Ganze müsse so ausführlich sein, weil es ja gleichzeitig als Handout für die Analysten dient. Erstens ist es ungeheuer mühsam, sich durch dieses unübersichtliche Material durchzuarbeiten und die wesentlichen Informationen oder gar die groben Trends herauszufiltern. Damit ist es als Handout genauso untauglich wie als Präsentationsmaterial. Außerdem gibt es für die vergangenen Jahre durchaus sehr ansehnliche "Annual Review"-Dokumente. Echte Dokumente, die alles besser machen als diese merkwürdigen Folien. Sie sind übersichtlich strukturiert, liefern klare Aussagen und sehen auch noch gut aus, z.B. dieses einfache Diagramm:

Beispieldiagramm aus dem Annual Review 2006 der Coca-Cola West

[gefunden bei Presentation Zen]

Links zu diesem Thema:

Zitrone des Monats März 2008
Coca-Cola West
Präsentationsunterlagen der Coca-Cola West
Annual-Review-Dokumente der Coca-Cola West

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Was man bei technischen Präsentationen vermeiden sollte

Screenshot des Videos
Technische Präsentation sind besonders anfällig für quälende PowerPoint-Vorträge. Wer schon einmal eine mehrtägige technische Konferenz besucht hat, kann davon sicher ein Lied singen. Der Kampf gegen das Einnicken ist häufig nicht zu gewinnen, wenn hoffnungslos unübersichtliche Diagramme, leere Worthülsen ("content enablement") und fehlerhafte Programmdemos auf einen niederprasseln.

Bei der letztjährigen MEDC, Microsofts Konferenz für "mobile and embedded devices", haben sich vier Microsoft-Mitarbeiter einen Spaß daraus gemacht, die gröbsten Fehler bei technischen Präsentationen in einem Video nachzustellen. Wenn man nicht wüsste, das es Spaß ist, man könnte es glatt für echt halten. So traurig ist das oft auf Konferenzen; und so gut haben die vier das nachgestellt.


[gefunden bei Speak Schmeak]

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Ein unfairer Vorteil?

Unternehmensberater während einer Präsentation
Letzte Woche unterhielt ich mich mit einem Unternehmensberater über überzeugende Präsentationen. Unternehmensberater haben daran ein ureigenstes Interesse, sollte man zumindest meinen. Schließlich müssen sie Kunden oft von unbequemen Ideen überzeugen und dabei nicht selten Widerstände und generelles Misstrauen überwinden. Wer überzeugend präsentieren kann, ist hier klar im Vorteil (übrigens unabhängig davon, ob er Sinnvolles oder Bullshit erzählt). Im Buch The McKinsey Mind liest sich das so:

Presentation is the "killer skill" we take into the real world. It is almost an unfair advantage! - Neal Crocker

Mein Gesprächspartner war offenbar ganz anderer Meinung. Unsere Zeit sei ohnehin viel zu schnelllebig, als dass man überhaupt etwas von Vorträgen mitnehmen könne; und schließlich bekomme man ja immer Ausdrucke von allen Folien. Man versuche in seiner Branche möglichst mit Standardpräsentationen zurecht zu kommen, vielleicht ergänzt um ein paar kundenspezifische Folien.

Es ist genau diese Einstellung, die zu den schwer erträglichen PowerPoint-Orgien führt: als Vortragender keine Zeit für eine überzeugende Aufbereitung und als Zuhörer eine Durchhaltementalität, die langweilige Präsentationen als gegeben ansieht. Außerdem, sagt der Unternehmensberater, komme es ja auf den Inhalt an und nicht auf die Verpackung. Na gut, aber würden Sie Ihren Kunden Pizza aus der Dose anbieten? Dosenpizza ist nicht nur schlecht verpackt, sondern auch lieblos zubereitet.

Überzeugend Präsentieren bedeutet, gute Ideen ansprechend zu verpacken, und nicht, heiße Luft um Nichts zu produzieren. Es bedeutet, Ideen auf das Wesentliche zu reduzieren und es nicht dem Zuhörer zu überlassen, die relevanten Informationen herauszufiltern. Es bedeutet, das Verständnis durch einprägsame Folien zu unterstützen und nicht durch sinnloses Wiederholen viel zu vieler Details abzulenken. Es bedeutet, Ideen so zu verpacken, dass etwas bei den Zuhörern hängen bleibt. Das - und nur das - ist der Grund, warum wir präsentieren.

Links zu dem Thema:
Identity 2.0-Präsentation von Dick Hardt
Was bleibt: Einfaches
Schlechte Präsentationen schaden dem Image
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Gedanken sichtbar machen

Cover des TEDBigViz-Buchs
Ende Februar fand die diesjährige TED-Konferenz statt. Diesmal stellten die Veranstalter u.a. die Fragen "Wer sind wir?", "Was ist Leben?" und "Wie können wir es wagen, optimistisch zu sein?". Die ersten Vorträge wurden bereits auf der Webseite veröffentlicht. Sehr sehenswert ist beispielsweise der Vortrag von Jill Bolte Taylor, einer amerikanischen Hirnforscherin, die selbst einen Hirnschlag erlitten hat, und ihre Erlebnisse in einem mitreißenden Vortrag schildert (s.u.).

Einen Blick wert ist in jedem Fall auch das eBook TEDBigViz, das in diesem Jahr während der Konferenz als Experiment entstanden ist. Die beiden Designer David Sibbet und Kevin Richards zeichneten live ihre spontanen Assoziationen zu den Vorträgen an einem Multitouch-Screen auf. Das Ergebnis ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch ein schönes Beispiel dafür, wie Ideen grafisch auf das Wesentliche reduziert werden können. Die PDF-Datei kann kostenlos heruntergeladen werden.

Zum Abschluss noch das versprochene Video von Jill Bolte Taylors Vortrag, der übrigens auch ein hervorragendes Beispiel dafür ist, wie fasziniernd es sein kann, reale Utensilien als Anschauungsmaterial zu verwenden (anstatt immer nur Abbildungen in PowerPoint-Folien zu verwenden).

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Ein Menü aus Ideen

Festlich gedeckte Tafel in einem Spitzenrestaurant
Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihren wichtigsten Kunden zum Abendessen eingeladen, um mit ihm über Ihr neuestes Produkt zu sprechen. Natürlich haben Sie einen Tisch im besten Restaurant Ihrer Stadt reserviert.

Zur Vorspeise wählen Sie marinierte Scheiben vom Rind mit Trüffelvinaigrette; es folgt gegrilltes Weidelamm mit Paprikaconfit und Ricottagnocchi und als Dessert krönen Feigencarpaccio und Schokoladen-Limonensoufflé den Abend.

In allerbester Atmosphäre können Sie sämtliche Fragen Ihres Kunden zu seiner vollsten Zufriedenheit beantworten, so dass Sie am Ende des Abends schließlich den Auftrag praktisch in der Tasche haben. Es zahlt sich eben aus, einem guten Kunden etwas zu bieten. Lesen Sie mehr...
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Schlechte Präsentationen schaden dem Image

Zitrone des Monats
Mit perfekten Präsentationen kann man auch manch mäßige Idee noch gut aussehen lassen. Meisterhaft beherrscht das Apple-Chef Steve Jobs, dem man nachsagt, die Zuschauer mit einem "Reality-Distortion-Field" in seinen Bann zu ziehen, das alle Schwächen von Apples Produkten ausblendet.

Wie man sich aber umgekehrt mit schlechten Präsentationen zum Gespött der Presse machen kann, demonstrierten drei Weltkonzerne auf der diesjährigen CeBIT. Lesen Sie mehr...
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18 Minuten für die großartigsten Ideen dieser Welt

TED - Ideas worth spreading
Die besten Ideen dieser Welt verbreiten! Das ist die Idee von TED. TED ist eine bemerkenswerte Konferenz, die jedes Jahr im Frühling 50 herausragende Persönlichkeiten einlädt, um den "Vortrag Ihres Lebens" zu halten und ihre großartigsten Ideen zu präsentieren. Sie haben dafür 18 Minuten Zeit, 18 Minuten für die großartigsten Ideen dieser Welt. Lesen Sie mehr...
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7 Jahre "Really Bad PowerPoint"

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Seth Godin ist einer der gefragtesten Marketing-Gurus weltweit. Er ist Autor mehrerer Welt-Bestseller (u.a. All Marketers Are Liars und das kürzlich erschienene Meatball Sundae), in denen er über die durch das Internet veränderte Marketingwelt schreibt. Seine Thesen dazu sind sicher lesenswert, aber nicht der Grund dieses Artikels.

Seth Godin ist nämlich außerdem ein außergewöhnlicher Redner, den man getrost als Pionier einer modernen Art von Präsentationen ansehen kann, die sehr stark auf Emotionen und Bilder setzt. Schon 2001 schrieb er das Essay "Really Bad Powerpoint", in dem er die damals übliche Art, (PowerPoint-)Präsentationen zu halten, heftig kritisiert und einen radikal anderen Ansatz vorschlägt. Das Traurige daran: Noch heute, also 7 Jahre später, ist dieses Essay hochaktuell und für viele Präsentationen gilt seine Kritik unverändert. Lesen Sie mehr...
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Wenn Dell Pizza verkaufen würde...

Dell Dellicious Pizza
Produktpräsentationen gehören zu den schwierigsten Arten von Präsentationen: Wie erklärt man den Zuhörern anschaulich, welche Vorteile ein Produkt bietet? Im Fall von Pizza ist das eindeutig: sie muss gut schmecken. Im Fall von komplizierteren Dingen wie Computern ist das schon nicht mehr so klar und nicht selten haben auch die größeren Hersteller Schwierigkeiten, den Kunden die Vorteile ihrer Produkte zu vermitteln - nicht selten entsteht gar der Eindruck, dass sie sie selber nicht kennen. Eine Produktpräsentation der Firma Dell macht das sehr anschaulich. Dell ist der zweitgrößte Computerhersteller der Welt und man sollte annehmen, dass die Firma die Bedürfnisse ihrer Kunden versteht. Zumindest in dem folgenden Fall war das aber offenbar nicht der Fall. Lesen Sie mehr...
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