Randy Pausch ist tot
Schon damals war ich tief bewegt von der Kraft und Lebendigkeit dieses Vortrags. Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, der sollte die Gelegenheit nutzen, sich diese Vorlesung anzusehen.
If I only had three words of advice, they would be ’Tell the Truth.’ If I got three more words, I'd add ’all the time.’
Links zu Randy
Pausch:
Randy Pauschs Homepage
Wikipedia-Artikel
zu Randy Pausch mit vielen weiteren Links
The Last
Lecture – Das Buch
Wie sieht Sprache aus?

Einige Anregungen, was mit bewusstem Einsatz von Schrift alles möglich ist, möchte ich Ihnen in Form einiger Video-Tipps geben, in denen ausnahmsweise einmal die Schrift die Hauptrolle spielt, die gerade dadurch aber eine erstaunliche Faszination ausüben. Lesen Sie mehr...
Des Pianisten Pobacke
Zander erläutert äußerst amüsant, wieso
Sie ein besserer Klavierspieler werden, wenn Sie auf nur einer
Pobacke sitzen. Ich garantiere Ihnen, Sie werden klassische Musik
mit anderen Ohren hören, wenn Sie gesehen haben, wie Zander ein
Chopin-Stück auf diese Weise interpretiert. Und was hat das nun mit
Präsentieren zu tun?
Wer auf einer Pobacke spielt, der löst sich aus seiner verkrampften
Haltung und lässt die Musik fließen von der ersten bis zur letzten
Note. Er begreift die Musik nicht als willkürliche
Aneinanderreihung einzelner Noten, sondern erkennt wie sich aus
Noten Melodien formen. Erst dadurch schickt Chopins Stück den Hörer
auf eine Reise, die mit der Note b (deutsches h) beginnt und mit
der Note e endet. Das darf man übrigens ruhig bildlich als b-eginn
und e-nde lesen. Zander erklärt die Ein-Pobacken-Spielweise dabei
so:

Das täte auch vielen
PowerPoint-Präsentationen gut. Zanders Klavierschüler, der sich auf
jede einzelne Note konzentrieren muss, ist nämlich niemand anderes
als der Vortragende, der Folie für Folie abliest, der keinen roten
Faden hat und keine klare Botschaft vermittelt. Die Präsentation
ist dann eine Aneinanderreihung einzelner Detail-Folien, anstatt
eines spannenden Vortrags, der die Zuhörer zu b-eginn an ihrem
Wissensstand abholt und entlang eines roten Fadens zur Kernaussage
am e-nde führt. Auf einer Pobacke zu präsentieren heißt demnach,
sich über die eigene Botschaft im Klaren zu sein und Folien als
Hilfsmittel zu begreifen, statt sich an sie zu klammern.
Links zu dem Thema:
Homepage von Benjamin
Zander
Zanders Buch The
Art of Possibility bei Amazon.de
Artikel in Presentation Zen: Benjamin Zander:
Who are we being?
Jerry Weissman: Presenting
to Win: The Art of Telling Your Story
Buchempfehlung: Nick Morgan – Give Your Speech, Change the
World
Das
Geheimnis einer kleinen Box
Zurück an der Uni
Vorlesungen sind eine recht spezielle Art von Vorträgen. Sie sind deutlich länger als die meisten Präsentationen und sie haben vor allem das Ziel, eine große Menge an Wissen zu vermitteln. Das scheint auf den ersten Blick der Empfehlung zu widersprechen, die Inhalte eines Vortrags auf das Wesentliche zu reduzieren und Details, die nicht für das Verständnis relevant sind, wegzulassen. Lesen Sie mehr...
Die vier Prinzipien professionellen Designs

Design für Nicht-Designer
Die Kernaussage des hervorragenden Buches lautet: Design ist einfach und jeder – wirklich jeder – kann wirkungsvolle, optisch ansprechende Designs entwerfen. Und tatsächlich, während man das Buch liest, fühlt man sich, als könne man gleich loslegen mit der Designer-Karriere. Der Autorin gelingt es, in sehr einfacher Sprache die wichtigsten Grundsätze professionellen Designs zu erläutern und anhand anschaulicher, weil alltäglicher Beispiele verständlich zu machen. Durch die zahlreichen Beispiele erhält man zugleich viele Anregungen, wie man die Empfehlungen für die eigene Arbeit nutzen kann.

Natürlich werden Sie nicht über Nacht zum Profi-Designer, nur weil Sie dieses Buch gelesen haben. Aber Sie werden die Welt mit anderen Augen betrachten, weil Sie verstehen und benennen können, was Sie täglich sehen; in Zeitschriften, auf Plakaten, auf Folien usw. Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie in der Lage sein zu sagen: „das sieht gut aus, weil...“ oder „das sieht nicht gut aus, weil...“ Das wichtigste dabei: Sie können das auch über Ihre eigenen Entwürfe sagen. Und wenn Sie einmal begonnen haben, durch diese Brille zu schauen, werden Sie kaum einen Weg zurückfinden, sondern nach mehr verlangen. Einen besseren Einstieg als dieses Buch werden Sie schwer finden.
Übrigens: Das Buch ist die Übersetzung der dritten Auflage des englischen Bestsellers The Non-Designer’s Design Book, das nun erstmals in Farbe erschienen ist.
Links zu dem Buch:
Leseprobe auf der Webseite des Verlags
Design & Typografie bei Amazon
Das englische Original The Non-Designer’s Design Book bei Amazon
The Non-Designer’s Design & Type Book, zwei Bücher in einem (das deutsche „Design & Typografie“ entspricht nur dem englischen „Design-Book“, nicht diesem Doppelbuch)
Homepage von Robin Williams
[Amazon-PartnerLinks]
Zitrone des Monats Juli 2008

Das Dokument erweckt, weil es eben PowerPoint ist, den Anschein der Übersichtlichkeit und der mundgerechten Aufbereitung der Ergebnisse, löst dieses Versprechen aber nicht ein. Auf jeder Folie muss man sich neu orientieren:


Folien als Dokumente können durchaus funktionieren; der Wettbewerb um die besten Folien der Welt auf slideshare hat das im letzten Jahr gezeigt (übrigens läuft der Wettbewerb gerade wieder). Wenn es aber um die übersichtliche Aufstellung gesammelter Daten geht, ist dafür ein ausformuliertes Dokument besser geeignet, da es erheblich weniger Kompromisse in Layout und Design erfordert, eine viel bessere als die mickrige 800x600-Pixel-Auflösung bietet und so letztlich eine übersichtlichere Darstellung der Daten ermöglicht (Tabellen gehören hier übrigens durchaus dazu).
Die Zitrone des Monats geht also in diesem Monat an ein Dokument, das keines ist, aber gerne eines geworden wäre.
Übrigens: Ich habe selbst eine kleine Umfrage zum Thema Präsentationen gestartet und freue mich, wenn auch Sie sich maximal fünf Minuten Zeit nehmen, um die Fragen zu beantworten. Hier klicken.
Links zu diesem Thema:
Zitrone des Monats Juni 2008
Zitrone des Monats Mai 2008
Zitrone des Monats April 2008
TED Top 10
Letzte Woche haben die Veranstalter verkündet, dass seit Beginn dieses Angebots über 50 Millionen Videos angesehen wurden. Dieses Jubiläum nahmen sie zum Anlass, die Liste der zehn meistgesehenen Videos zu veröffentlichen. Die Top 3 sind:
- Jill Bolte Taylor – My stroke of insight
- Jeff Han – Touchscreen demo
- David Gallo – Underwater astonishments
Nachdem ich das erstplatzierte Video
von Jill Bolte Taylor bereits hier
vorgestellt habe, möchte ich Sie stattdessen noch einmal auf einen
weiteren meiner Favoriten hinweisen, die
großartige Präsentation des schwedischen Professors Hans
Rosling, die auf Platz 7 in der Liste steht. Ich wette, Sie
haben noch nie zuvor Statistiken so aufregend präsentiert gesehen
(außer Sie kennen das Video schon). Im Stil eines Sport-Reporters
führt Rosling sein Publikum durch die Entwicklung der weltweiten
Gesundheitstatistiken. Absolut atemberaubend:
Links zu dem
Thema:
Homepage von TED
TEDBlog, indem auch alle neu eingestellten Videos
angekündigt werden
Ich mache es nicht

„Ich tue jetzt etwas, was ich noch nie getan habe. Als ich vor einigen Wochen meinen Eltern davon erzählte, wollten die mich gleich für ihr Jubiläum engagieren. Da sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; die erwarten viel zu viel von mir. Als der Kirchenchor dann am Nachmitag ausgerechnet mein Lied anstimmte, sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; da kann ich eh nicht mithalten. Als heute abend das Essen serviert wurde, sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; ich blamier’ mich doch bloß und die anderen finden’s peinlich. Vor einer Minute dachte ich mir: Nein, das mache ich nicht.“
Dann begann sie zu singen und es war toll, mit ihrem Geschenk traf sie genau ins Schwarze.
Wenn Sie schon einmal ein Präsentationsseminar besucht haben, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit den Ratschlag gehört, sich nicht zu entschuldigen. Eine Entschuldigung mache das Publikum möglicherweise erst auf Fehler aufmerksam, die es selbst gar nicht bemerken würde und lasse sie selbst unprofessionell wirken. Etwas ganz ähnliches habe auch ich schon einmal hier geschrieben.
Aber: wichtiger als jede Regel ist, dass Sie als Person authentisch sind. Mit ihrer Geschichte hat die Freundin alles richtig gemacht. Sie hat eine Verbindung zum Publikum aufgebaut, sie war authentisch und jeder fühlte mit ihr. Regeln sind wichtig, aber urteilen Sie immer nach Ihrem Gefühl. Wenn es zu Ihnen passt, dann ist alles erlaubt.







![Hauptgebäude der Universität Bonn [Foto: Dr. Thomas Mauersberg]](uni_hauptgebaeude.jpg)
