TED Top 10
Letzte Woche haben die Veranstalter verkündet, dass seit Beginn dieses Angebots über 50 Millionen Videos angesehen wurden. Dieses Jubiläum nahmen sie zum Anlass, die Liste der zehn meistgesehenen Videos zu veröffentlichen. Die Top 3 sind:
- Jill Bolte Taylor – My stroke of insight
- Jeff Han – Touchscreen demo
- David Gallo – Underwater astonishments
Nachdem ich das erstplatzierte Video
von Jill Bolte Taylor bereits hier
vorgestellt habe, möchte ich Sie stattdessen noch einmal auf einen
weiteren meiner Favoriten hinweisen, die
großartige Präsentation des schwedischen Professors Hans
Rosling, die auf Platz 7 in der Liste steht. Ich wette, Sie
haben noch nie zuvor Statistiken so aufregend präsentiert gesehen
(außer Sie kennen das Video schon). Im Stil eines Sport-Reporters
führt Rosling sein Publikum durch die Entwicklung der weltweiten
Gesundheitstatistiken. Absolut atemberaubend:
Links zu dem
Thema:
Homepage von TED
TEDBlog, indem auch alle neu eingestellten Videos
angekündigt werden
Ich mache es nicht

„Ich tue jetzt etwas, was ich noch nie getan habe. Als ich vor einigen Wochen meinen Eltern davon erzählte, wollten die mich gleich für ihr Jubiläum engagieren. Da sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; die erwarten viel zu viel von mir. Als der Kirchenchor dann am Nachmitag ausgerechnet mein Lied anstimmte, sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; da kann ich eh nicht mithalten. Als heute abend das Essen serviert wurde, sagte ich mir: Nein, das mache ich nicht; ich blamier’ mich doch bloß und die anderen finden’s peinlich. Vor einer Minute dachte ich mir: Nein, das mache ich nicht.“
Dann begann sie zu singen und es war toll, mit ihrem Geschenk traf sie genau ins Schwarze.
Wenn Sie schon einmal ein Präsentationsseminar besucht haben, haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit den Ratschlag gehört, sich nicht zu entschuldigen. Eine Entschuldigung mache das Publikum möglicherweise erst auf Fehler aufmerksam, die es selbst gar nicht bemerken würde und lasse sie selbst unprofessionell wirken. Etwas ganz ähnliches habe auch ich schon einmal hier geschrieben.
Aber: wichtiger als jede Regel ist, dass Sie als Person authentisch sind. Mit ihrer Geschichte hat die Freundin alles richtig gemacht. Sie hat eine Verbindung zum Publikum aufgebaut, sie war authentisch und jeder fühlte mit ihr. Regeln sind wichtig, aber urteilen Sie immer nach Ihrem Gefühl. Wenn es zu Ihnen passt, dann ist alles erlaubt.
Keine Entschuldigung mehr für schlechte Folien
Presentation Zen ist mehr als nur ein Ratgeber über professionelles Foliendesign. Das Buch basiert auf Reynolds' Präsentations-Philosophie, die deutlich von Zen-Einflüssen geprägt ist. Die Zen-Philosophie handelt von Reinheit und von Eleganz, die sichtbar werden, wenn etwas auf das Wesentliche reduziert wird. Diese Reinheit meint Reynolds, wenn er oft von "Simplicity" spricht, von Betonung durch Reduktion. Dabei geht es nicht darum, Inhalte zu banalisieren, sondern sie auf den Punkt zu bringen und dadurch in Ihrer Reinheit erstrahlen zu lassen. Bei Reynolds klingt das so:
Wie man das schafft und am Ende kraftvolle (und schön anzuschauende) Folien erhält, lehrt dieses Buch. Es zeigt viele, viele Beispiele ausgezeichneten Foliendesigns und erklärt für jeden Laien verständlich die grundlegenden Tricks professioneller Designer. Einen großen Stellenwert nehmen auch die zahlreichen Tipps abseits der eigentlichen Arbeit an den Folien ein. Zu seinen wichtigsten Botschaften gehört, eine Präsentation zunächst analog vorzubereiten, also mit Stift und Papier, bevor die Arbeit am Rechner beginnt.Design bedeutet, auf Überflüssiges zu verzichten und das Bedeutungsvolle hinzuzufügen.
Ein absolut empfehlenswertes Buch, das seit seinem Erscheinen Anfang des Jahres blitzartig zum weltweiten Standardwerk über Foliendesign geworden ist. Das Buch ist die Quintessenz aus Garr Reynolds' gleichnamigem Blog.
Links zu dem Buch:
ZEN oder die Kunst der Präsentation bei Amazon
Das englische Original Presentation Zen bei Amazon
Eine kostenlose Leseprobe
Garr Reynolds’ Blog Presentation Zen
Präsentation von Garr Reynolds bei Google
[Amazon-PartnerLinks]
Zwei Perlen aus dem amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf




Das andere Extrem zeigt uns David
Plouffe, Chef-Wahlkämpfer von Barack
Obama in seiner
Kampagnenpräsentation für die Vorwahlkämpfe; klassische
Death-by-PowerPoint-Folien mit überfüllten Textfolien,
unübersichtlichen Diagrammen und einem viel zu aufdringlichen
Folienhintergrund. Unklar bleibt, wie Plouffe es geschafft hat,
seine offenbar erfolgreiche Botschaft dennoch in die Köpfe seiner
Helfer zu bekommen.


Ich bin gespannt, wann hierzulande die
ersten Kanzlerkandidaten ihre PowerPoint-Präsentationen
auspacken.
[gefunden im Extreme
Presentation Blog]
Tabellen in Präsentationen

Was wäre Apple ohne Steve Jobs?

Die diesjährige Keynote ist hervorragend geeignet, um einige der Konzepte aus Nick Morgans Buch Give Your Speech, Change the World, noch einmal aufzugreifen. Von Interesse ist für uns dabei vor allem der erste Teil der diesjährigen Keynote, der dieses Jahr nämlich nicht von Steve Jobs, sondern von Scott Forstall, verantwortlich für die iPhone-Software, gehalten wurde. Welch Unterschied stellte dieser Auftritt zu den charismatischen Auftritten Steve Jobs’ dar. Ein direkter Vergleich offenbart einige der grundlegenden Regeln für publikumsorientierte Präsentationen. Lesen Sie mehr...






